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Wie man richtig erfrischenden und leckeren Eistee zubereitet

10. 7. 2025 1 Minute Lesen
Gekaufte Eistees aus dem Handel sind oft voll mit Zucker und Chemie. Dabei können Sie zu Hause eine viel bessere Variante zu einem Bruchteil des Preises zubereiten. Man muss nur die Grundschritte kennen, den richtigen Tee auswählen und das hinzufügen, was gerade zur Hand ist. Das Ergebnis wird Sie angenehm überraschen.

Die meisten handelsüblichen Limonaden in Dosen enthalten bis zu acht Würfel Zucker – mehr, als Fachleute für den gesamten Tagesbedarf empfehlen. Hinzu kommen häufig künstliche Aromen, Konservierungsstoffe und Farbstoffe, die vom Körper verarbeitet werden müssen, ohne ihm dabei irgendeinen Nährwert zu bieten. Light-Varianten enthalten zwar keinen Zucker, setzen dafür aber auf künstliche Süßstoffe, deren gesundheitliche Auswirkungen nach wie vor umstritten sind.

Auch deshalb erfreuen sich hausgemachte Getränke immer größerer Beliebtheit – sie sind gesünder, erfrischend und man hat bis zum letzten Schluck genau unter Kontrolle, was man trinkt. Manchmal reicht schon reiner Tee, etwas Eis und ein paar Minzblätter. Selbstgemachter Eistee kostet zudem nur ein paar Cent pro Liter statt mehr als 1 Euro für eine halbe Flasche.

Zwei Zubereitungsarten und ihre Unterschiede

Eistee lässt sich auf zwei grundlegende Arten zubereiten. Die erste ist die klassische Hot Brew-Methode: Der Tee wird mit heißem Wasser aufgegossen und anschließend rasch abgekühlt. Die zweite ist Cold Brew, eine modernere Technik, bei der der Tee mehrere Stunden lang in kaltem Wasser zieht. Beide Varianten haben ihre Vor- und Nachteile und harmonieren jeweils besser mit unterschiedlichen Teesorten.

 

Hot Brew – diese Methode kannten schon unsere Großmütter

Diese Methode ist viel schneller. Sie dauert etwa zehn Minuten und das Ergebnis hat einen kräftigen, vollmundigen Geschmack. Heißes Wasser zieht nämlich viel mehr Inhaltsstoffe aus den Teeblättern als kaltes Wasser – besonders gilt das für Antioxidantien, von denen man beim Hot Brew bis zu doppelt so viele erhält. Damit der Tee nicht zu wässrig schmeckt, sollten Sie beim Verdünnen vorsichtig sein. Bereiten Sie lieber einen Konzentrat zu, also einen doppelt so starken Aufguss wie bei normalem heißen Tee.

Anschließend können Sie ihn entweder im Verhältnis 1:1 mit kaltem Wasser auffüllen oder Eiswürfel hinzufügen. Die Temperatur hängt von der Teesorte ab: Schwarzer Tee verträgt kochendes Wasser, grüner Tee bevorzugt eher etwa 80 Grad. Die ideale Ziehzeit liegt bei 3 bis 5 Minuten.

Hot Brew eignet sich besonders gut für Tees mit intensiven Aromen. Statt feiner Kräutermischungen sollten Sie diese Methode lieber für fruchtige oder geschmacksintensive Schwarztees wählen. Der Nachteil ist nur, dass Sie warten müssen, bis das Getränk abgekühlt ist, falls Sie es nicht lauwarm trinken möchten.

 

Cold Brew = langsame Zubereitung, aber perfektes Ergebnis

Cold Brew bedeutet, den Tee mindestens 6 Stunden in kaltem Wasser ziehen zu lassen. Ohne Hitze lösen sich keine bitteren Stoffe, daher ist das Ergebnis viel sanfter. Ein weiterer Vorteil ist der niedrigere Koffeingehalt, was besonders Menschen zugutekommt, die empfindlich auf Koffein reagieren oder abends noch einen Eistee genießen möchten.

Außerdem hält sich Cold Brew im Kühlschrank fast eine Woche, während Hot Brew am besten innerhalb von zwei Tagen konsumiert wird, da er sonst bitter wird.

Die Zubereitung ist einfach: Den Tee mit Wasser bei Raumtemperatur mischen, eine Stunde ziehen lassen und dann in den Kühlschrank stellen. Nach 6 bis 14 Stunden ist der Tee fertig. Je länger die Ziehzeit, desto intensiver der Geschmack.

Hot Brew Liebling in Form einer Drachen Erfrischung

In der Drachenteemischung finden Sie unter anderem gefriergetrocknete Brombeeren und roten Johannisbeeren. Heißes Wasser erweckt sie im Handumdrehen zum Leben, und das Ergebnis ist ein tieforanges Getränk mit natürlicher Süße. Die Brombeeren verleihen einen saftigen Nachklang, der Johannisbeer sorgt hingegen für frische, säuerliche Noten. Die Hot-Brew-Methode holt beim Eistee Drachenerfrischung das Maximum heraus, da das heiße Wasser die Struktur der gefriergetrockneten Früchte schnell reaktiviert. Beim Kaltextrakt wäre der Geschmack milder.

Für die Hot-Brew-Variante empfehlen wir auch die flüssige Version des Birnenkuchens. Ice Tea Birne enthält getrocknete Birnen- und Apfelstücke, verfeinert mit Vanille. Die Hot-Brew-Methode ermöglicht es der Vanille, ihr volles Aroma zu entfalten, das an den Duft von gebackenem Obst erinnert. Die Birnen bringen eine dominante Süße, die Äpfel sorgen für einen säuerlichen Ausgleich.

Süße Aprikose, grüner Grundton und fruchtiger Geschmack

Die Basis bildet ein hochwertiger grüner Tee mit hohem CatechingehaltGetrocknete Aprikosen sorgen für Süße, und Blütenpollen runden das Ganze perfekt ab. Auch für den Süße Aprikose-Tee ist die Hot-Brew-Methode ideal. Grüner Tee benötigt nämlich Wasser mit etwa 80 °C und eine kurze Ziehzeit, sonst wird er bitter.

Für Cold Brew wurde der Frische Zitrone Tee speziell entwickelt, der sich perfekt für eine schnelle Zubereitung eignet – nur wenige Minuten und Eis reichen aus. Für die klassische Cold-Brew-Version lässt man ihn mehrere Stunden ziehen, aber auch nach kürzerer Ziehzeit schmeckt er gut. Im Glas überrascht der Geschmack von Zitronenschale und Ananas.

Um Gäste noch mehr zu beeindrucken, kann man das Getränk mit frischen Ananasstücken und einigen Minzblättern ergänzen. Ähnlich verhält es sich mit dem „Kaktus mit Himbeere“, bei dem auch schon eine Viertelstunde Ziehzeit ausreicht. Da die Mischung kein Teein enthält, kann man sie auch abends vor dem Schlafengehen genießen.

Womit kann man selbstgemachten Eistee verfeinern?

Die beste Wahl ist frisches Obst jeder Art. Erdbeeren sind eine sichere Bank – sie süßen das Getränk angenehm und verleihen ihm eine schöne rosa Farbe. Zitrusfrüchte verleihen Frische und wenn man sie erst zum abgekühlten Tee gibt, liefern sie zudem eine Portion Vitamin C. Wenn im Garten viele Pfirsiche oder Aprikosen reif sind, dürfen diese auch gerne dazu – genauso lecker sind Beeren oder im Herbst Äpfel, um sich mit Ice Tea eine herbstliche Freude zu machen.

 

Peach and raspberry iced tea or cocktail


Die Art der Verarbeitung des Obstes beeinflusst den Geschmack und das Aussehen des Getränks. Am einfachsten schneidet man das Obst in Stücke und gibt es direkt in die Karaffe, wo es nach und nach Aroma abgibt und zugleich als Dekoration dient. Für intensiveren Geschmack das Obst leicht mit einer Gabel zerdrücken – so gibt es mehr Saft, aber es bleiben kleine Fruchtstücke im Getränk. Eine elegante Lösung sind Frucht-Eiswürfel: Dabei friert man kleine Obststücke in Eiswürfelformen ein, die dann nach und nach im Getränk schmelzen und es aromatisieren.

Honig statt Zucker

Honig ist eine viel bessere Wahl, da er gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe enthält. Der Geschmack variiert je nach Blütentyp, aus dem die Bienen den Honig gewonnen haben. Akazienhonig ist am mildesten und vielseitigsten, Lindenhonig hat ein kräftiges Aroma, Kastanienhonig eine typische herbe Note. Im Vergleich zu Zucker löst sich Honig jedoch schlechter auf, besonders in kalten Flüssigkeiten.

Deshalb sollte Honig dem heißen Tee vor dem Kühlen zugegeben werden. Bei Cold Brew kann man den Honig zuerst in etwas warmem Wasser auflösen und dann ins Getränk geben. Alternativ eignet sich auch flüssiger Honig, der sich leichter auflöst.

Kräuter sind ebenfalls sensationell

Zu den beliebtesten Kräutern im Eistee gehört Minze. Das darin enthaltene Menthol erzeugt auf der Zunge ein Kältegefühl, sodass das Getränk kühler wirkt, als es tatsächlich ist. Die Minze leicht zwischen den Fingern zerdrücken, damit sich die ätherischen Öle lösen und das Aroma intensiver wird.

Lavendel ist auf den ersten Blick vielleicht nicht naheliegend, aber eine großartige Empfehlung. Er verleiht dem Tee ein feines, blumiges Aroma und eine leicht bittere Note. Daher sparsam verwenden – ein paar Blüten pro Liter reichen völlig aus. Wir empfehlen außerdem, Basilikum zu Zitrusvarianten, Rosmarin zu stark gewürzten Tees und beruhigende Melisse auszuprobieren.

 

Tipp! Für die Eiswürfel-Variante einfach einen stärkeren Aufguss zubereiten

 

Wenn Sie Tee mit Eis servieren, sollten Sie bedenken, dass sich der Tee durch das Schmelzen des Eises verdünnt. Das Eis schwächt den ursprünglichen Geschmack ab. Deshalb muss die Basis stärker zubereitet werden, als wenn man heißen Tee trinkt. Die doppelte Menge der üblichen Dosierung ist ein guter Anfang.

Das fertige Getränk behält so auch nach dem Verdünnen die richtige Intensität. Wenn der Aufguss zu stark wird, ist es ganz einfach, ihn mit Wasser zu verdünnen. Ist die Basis jedoch zu schwach, lässt sich das nur schwer korrigieren.

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